Nazis? Gibts hier nicht…

„Nazis in Fulda? – Gibt´s hier nicht!“ … so die verbreitete Reaktion vieler in Fulda lebender Menschen. Doch das die deutsche Wahrnehmung wie so oft trügerisch ist, zeigt allein der Monat Mai diesen Jahres.
5 Fälle von Sachbeschädigung durch Nazi-Schmierereien in und um Fulda allein in diesem Monat werfen doch ein deutlich anderes Bild auf die anzutreffenden Zustände.

Aus den Bullenberichten:

Eichenzell 2. Mai: Unbekannte ritzen in das Wetterschutzhäuschen der DB in der Röhnhausener Straße nationalsozialistische Zeichen.

Fulda 13. Mai: Unbekannte legen vor das Feuerwehrmuseum in Fulda ein Hakenkreuz aus 60×60 großen Glasscherben

Lauterbach 18. Mai: Unbekannte schmieren ein Hakenkreuz an die Wand der Schule „An der Wascherde“

Fulda 29. Mai: Unbekannte sprühen auf Motorhaube eines Lastkraftwagens ein Hakenkreuz und einige Meter weiter verfaszungsfeindliche Zeichen und Parolen auf einen privaten PKW

Petersberg 29. Mai: Eine Gruppe Jugendlicher besprühte einen Siloballen, ein Werbebanner und eine Holzbank mit verfaszungsfeindlichen Zeichen

Quelle: polizei-ostheszen

Wie die Fuldaerinnen also zu der Auszage kommen, Nazis seien hier nich existent oder in der Öffentlichkeit nicht wahrnehmbar, bleibt wohl deren Geheimnis . Das gesamt-deutsche propagierte Konzept der Zivilcourage blieb bisher jedenfalls von allen Seiten aus…

Wer schweigt stimmt zu!
Augen auf und drauf!- statt Augen zu und durch.

06.06. – „gott zum teufel jagen!“

Am Samstag den 06. Juni wollen und werden aller voraussicht nach selbsternannte „Lebensschützerinnen“ in einem „1000 Kreuze-Marsch“ durch Fulda marschieren. Organisiert und angemeldet ist dieser Geistermarsch von der reaktionären christlich-fundamentalistischen Organisation „proLife“, die Frauen das Recht auf Selbstbestimmung am eigenen Körper abspricht und in ihrem Weltbild Frauen ausschließlich als „Mütter“ wahrnimmt. Heißt im Klartext, sie lehnen jede Art von Schwangerschaftsabbrüchen und Verhütung ab!
Auch wenn sich hier größtenteils um Teilnehmerinnen aus der „Mitte der Gesellschaft“ handelt, ist die vertretene Weltaunschauung ganz klar rechts einzuordnen (z.B. Äußerungen über das aussterben des „deutschen Volkes“). Das ruft natürlich auch die „heidnischen Front“(fickt euch! fickt euch! fickt euch!) auf den Plan, die gerne mit Transparenten oder Schildern mit der Aufschrift „Abtreibung gleicht Völkermord“ durch die Gegend eiern ( asabm ) und vervollständigen das Bild dieses ekelhaften Marsches. Auf weitere Einzelheiten zur Struktur und Organisation wird verichtet, da hier bereits alles steht-> indymedia

So weit wir informiert sind, ist keine Gegenveranstaltung angemeldet. Wir würden uns trotzdem freuen, wenn einige Menschen auf die Straße gehen um ihren Unmut über solch ein Trauerspiel zu äußern! Seit kreativ und lasst euch nicht anquatschen!
Inspiration

Treffpunkt der „Lebensschützerinnen“ ist um 14.45Uhr am Hauptbahnhof in Fulda
Der Marsch beginnt um 15Uhr und führt durch die Innenstadt

See ya on the street!

God Go Home!

contact us:

antifafulda[at]hushmail.com

17. Mai- Homophobie frei!

Viele Fragen sich wohl, was an diesem Tag so besonderes ist
und kennen nur den Spruch: 1.Mai- Nazi frei.

Der alljährliche 1.Mai, an dem sich viele tausend Menschen zu
Gegendemonstationen der Nazikundgebungen versammeln um
diese zu stoppen.

Am 17.Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der
Weltgesundheitsorganisation WHO längst überfälliges:
Homosexualität aus der Liste psychischer Krankheiten zu
streichen. Der 17.Mai wurde daraufhin zum
internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen.

Leider geht dieser Tag in den Medien völlig unter, obwohl auch
heute noch Homophobie ein grpßes Problem ist und
homosexuelle Menschen Opfer von Hassgewalt werden und in
manchen Ländern sogar öffentlich hingerichtet werden.
Gewalt gegen Homosexuelle ist aber nur der Gipfel des Ganzen.
Die am häufigsten benutzte Beschimpfung in Deutschland,
vor allem unter Jugendlichen, ist das Wort „Schwuchtel“. Ebenso
verbreitet ist es Dinge und Verhalten als „schwul“ zu bezeichnen um es
dadurch in einen negativen kontext zu setzen nd abzuwerten.
Fast jeder hat diese Worte schonmal benutzt, aber
wahrscheinlich ohne sich darüber Gedanken zu machen was
diese bewirken können.

Aus diesem Grund ist esan jedem einzelnen sich mit dem
Problem der Homophobie und sich klar dagegen auszusprechen!
Stoppt den Gebrauch von Beschimpfungen wie „Schwuchtel“
und der Abwertung „schwul“, zeigt Courage und lebt toleranter!

gay edge liberation

Kontakt: gay.edge.liberation[at]freenet.de

gegen die normalität!

hey, whats going on here?!

so,
es hat einige zeit gedauert, aber die „Antifaschistische Aktion- Aufbau Fulda“ ist nun endlich auch im World Wide Web präsent.
Grund für die Gründung eines neuen/zusätzlichen antifaschistischen Netzwerkes in Fulda ist der Tatsache geschuldet, dass der Widerstand in Fulda gegen antiemanzipatorische Organisationen nahezu zum erliegen gekommen ist. Hingegen findet sich regelmäßig Nazi-Propaganda in und um Fulda. Auch die öffentliche Präsenz von Faschisten scheint die Stadt Fulda und deren „tollerant-christliche“ Bevölkerung nicht zu interessieren. So können sich hier jugendliche Nazis (vom klassischen Stiefel-Nazi bis hin zum trendy gekleideten „autonomen“ Nationalisten) ohne aufsehen zu erregen an öffentlichen Plätzen treffen um dann pöbelnt in Kleingruppen durch die Stadt zu ziehen und/oder ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten.

your normality make me sick!

Die Schergen des Staates geben sich damit zu frieden mit mehren Streifen um die Stadt zu fahren, alternative Jugendliche am Bahnhofsvorplatz zu kontrollieren und bettelnde Menschen Platzverwise zu erteilen. Verwundern vermag es nur diejenigen, die es ebenfalls bisher geschafft haben über das Offensichtliche hinweg zu sehen, bedenkt Mensch die enge Verbindung der Stadt Fulda zum Bistum und dessen Verbindung zur ortsansässigen rechtsreaktionären und ptriarchal organisierten Studentenverbindung „Adolphiana zu Fulda“.

Das Nazis eine permante Gefahr, für all die Menschen darstellen die nicht in ihre Streichholzschachtel-Welt passen, scheint Mensch in Fulda nicht zu realisieren. Stattdessen ist die Stadt um ihr suggeriertes Bild einer Kultur- und Hochschulstadt bemüht und Schändungen jüdischer Grabstättten (so geschehen Ende 2008->Marktkorb) scheinen kein Alarmsignal zu sein. Ein öffentlicher Diskurs blieb völlig aus!
Dieser deutsche Normalzustand ist für uns als antifaschistisch denkende Menschen nicht länger hinnehmbar!

and now?
Wir rufen dazu auf euch in emanzipatorischen Gruppen aktiv zu beteiligen und kreativ Widerstand zu leisten. Beteiligt euch aktiv an Interventions- und Aufklärungsarbeit. Bringt die herrschenden Verhältnisse zum tanzen!

In diesem Sinne: Nazis gibts in jeder Stadt…ihr kennt den Scheiss;-)

Für die freie Assoziation!

Für den Kommunismus!

antifaschistische aktion fulda, mai 2009